Wenn wir etwas merken
Wenn wir merken: Irgendwas stimmt nicht mit uns und unserem Körper greifen wir oft zum Smartphone und fragen „Dr. Google“ oder ChatGPT.
Klar, es ist der schnellste Weg und so einfach. Aber bringt es wirklich die Informationen die wir in diesem Moment der Fragestellung brauchen? Werden wir bei diesen Internetsuchen, in dem was uns am tiefsten prägt, unserem Menschsein, überhaupt mit unseren Bedürfnissen erkannt? Wahrscheinlich nicht.
Doch warum tun wir es dann trotzdem immer wieder? Ein Grund:
Arzttermine bei Fachärzten zu bekommen, dauert oft Monate und letztendlich wollen wir die Diagnose dann vielleicht gar nicht wirklich haben, weil sie unser Leben verändern könnte. Also suchen wir im Internet mit dem Ergebnis, meist noch viel größerer Verunsicherung und die tiefen menschlichen Sorgen, Ängste und Befürchtungen werden nicht befriedigt.
Dennoch sagen wir an dieser Stelle ganz klar: ein Arzt sollte immer die erste Instanz sein. Er besitzt das fundierte Fach-Wissen und das Einfühlungsvermögen, das wir benötigen. Bei ihm dürfen wir bewusst und individuell nachfragen. Alles in einem geschützten Rahmen. Unsere Informationen dienen auch dazu, solche Gespräche auf Augenhöhe zu führen. Fragen zu stellen, denen sich evtl. auch der Arzt gerne entziehen würde. Nicht, weil er diese nicht offen und ehrlich beantworten könnte, sondern weil seine eigenen Erfahrungen häufig zeigen, dass der Patient eigentlich gar nicht wissen will - der Arzt soll nur gesund machen. Doch bei allen medizinischen Möglichkeiten, die wir heute haben, bedarf es immer auch einen Patienten, der mitmacht.
Deshalb ist eine fundierte Basis an Informationen und Wissen für das erste Arztgespräch enorm wichtig. Dein Arzt erkennt Dich als Menschen, der Verantwortung für seine Genesung übernehmen will. Und egal wohin Dein Weg dann letztlich führt, auf dieser Grundlage einer gemeinsamen Richtung zwischen Deinem Arzt und Dir als Patient, wird die dringend notwendige Offenheit einen Raum bekommen und genau dieser Raum ist wichtig.
„Faktisch gesehen ist alles klar, aber was ist mit mir?“
Selbstverständlich gibt es im Netz viele Informationen über das reine Faktenwissen. Was aber hat das mit meinen ganz persönlichen Bedürfnissen, den Bedürfnissen als Betroffener, den Bedürfnissen als Angehöriger oder FreundIn eines Betroffenen zu tun?
Wir vermitteln Wissen über die Chancen einer Früherkennung und geben einen Raum, in dem auch Gefühle, Handlungen, Denkweisen sein dürfen, die nicht in unsere „funktionierende“ Gesellschaft passen.
Wir sehen uns in der Rolle derer, die Dir Wissen vermitteln, damit du bewusst entscheiden und handeln kannst. Wir sehen keine Tabus, wir sehen Chancen. Die Chancen der Kommunikation mit uns selbst und mit unserem Gegenüber sind so vielfältig und wertvoll - immer vor dem Aspekt: keine Wertung, immer bedürfnisorientiert und bedingungslos.